Innenansicht St. Georgskirche mit Bänken, Säulen und verzierter Decke.

SANKT GEORG

Einleitung

Sankt Georg

Inhalt

Die Seekirche wurde vor 784 begonnen, vermutlich anfangs als kleine, hölzerne Basilka mit sichtbarem Deckengebälk. 1403 wurde der Kirchturm vollendet, 1655 durch Blitzschlag zerstört und im Stil des Elias Holl in Augsburg wieder aufgebaut. Das Kirchenschiff wurde 1728 erweitert . Inschriften im Inneren: Epitaph Leopold Fuggers über der Sakristeitür; verschiedene Kriegergedächtnistafeln.

An drei Säulen erinnern Steintafeln an die „Seefrörnen“, das gänzliche Zufrieren des Bodensees 1573, 1830 und 1963. 1871 bis 1920 wurde das Gotteshaus im klassizistischen Stil renoviert und 1976 restauriert.

Die katholische Kirchengemeinde verfügt über ein wunderschönes Pfarrheim direkt am Seeufer auf der Halbinsel. Der Pfarrsaal kann für Veranstaltungen von der Pfarrgemeinde gemietet werden.

Auf dem Friedhof finden sich u.a. das Grabmal des Dichters und Wasserburger Ehrenbürgers Horst Wolfram Geißler (gest. 1983)

St. Georg Kirche Wasserburg / Bild: David Knipping
Einleitung

Gedicht "Kirchle im See"

Inhalt

Luegascht im Sunneschi
Schtill und v’rsunne dri,
so bischt du allmol gsi,
Kirchle im See!

Vorna im Wäelleschooß
schpiegland se Kirch‘ und Schloss
und däened ernscht und groß
schtond Bärg mit Schnee.

Trutzat d’r Zwiebelturm
zwelfhundert Johr em Schturm!
Hot ars etz so lang toh,
tuet ars no meh.

Der wenn verzelle kennt
vu Krieg und Pescht und Bränd,
Gfrörna und schläate Johr
und Not am See!

Gottlob, dass alls vergoht,
Krieg, Pescht und Bränd und Not
und dass es Därfle schtoht,
d’Huemmat am See.

Do blieht mi ganzes Glick!
Zu jedem Ougeblick
zieht as me huemm zu dir,
Kirchle im See.

-Willi Späth-

im Wasserburger Dialekt

Hafen in Wasserburg (Bodensee) / Bild: David Knipping

Katholische Kirche Sankt Georg

Adresse

Halbinselstraße 81, 88142 Wasserburg (Bodensee)
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