Mauernfund Ausgrabungsstelle auf der Halbinsel in Wasserburg am Bodensee.

MAUERFUND

Einleitung

Der Mauerfund

Inhalt

Beim Abriss des ehemaligen Krone-Nebengebäudes nördlich neben dem Haus des Gastes (heute Sonnenhof) auf der Wasserburg Halbinsel wurden im Spätherbst 1992 mächtige mittelalterliche Mauerzüge entdeckt.

Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege führte im Frühjahr 1993 auf der ca 500 qm großen Fläche eine sogenannte Rettungsgrabung durch, die zu interessanten Ergebnissen führte.

Einige Funde auf dem Grund der Grabung im Seekies lassen den Schluss zu, dass die Insel Wasserburg schon in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen begangen war.

Die urkundlich genannten Brände in den Jahren 1358 und 1750 sind durch die Untersuchung und Datierung der Brandschichten eindeutig nachgewiesen. Die am tiefsten liegende Brandschicht am Ostrand der Festungsmauer gibt neuen Vermutungen Nahrung, dass die Ungarn zwischen 925 und 955 einen Angriff mit Feuer und Schwert auf die Sankt Gallener Klosterfestung Wasserburg wagten, der aber möglicherweise trotz eines Brandes auf der Vorburg abgewehrt werden konnte.

Das anerkannte Bodendenkmal auf der Halbinsel wurde im Frühjahr 1994 im Auftrag der Gemeinde Wasserburg saniert und konserviert. Es gibt dem Besucher einen Eindruck von der einstigen Größe und Bedeutung der Inselfestung am nördlichen Bodenseeufer.

 

Mauerfund / Ausgrabung in Wasserburg / Bild: Ulrike Klumpp
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