Alte Zeichnung von Wasserburg am Bodensee mit der Halbinsel.

KURZE CHRONIK

Einleitung

Kurze Chronik

Inhalt

Die frühe Besiedlung des Bodenseegebietes erfolgt durch die keltischen Helvetier, die germanischen Sueben und die illyrischen Räter.

Unter Kaiser Augustus erobern 15 v. Chr. die Römer das Land. Sie sichern es mit Straßen, Befestigungsanlagen und Häfen.

Ab 258 n. Chr. werden sie von den Alemannen zurückgedrängt. Die irischen Wandermönche Kolumban und Gallus erreichen um 610 den Bodensee und gründen das Kloster Sankt Gallen.       Von diesem Kloster, zu dem Wasserburg durch frühe Schenkungen gehört, breitet sich das Christentum im Bodenseeraum aus.

Insel Wasserburg / Bild: Fridolin Altweck

784 wird Wasserburg als „Wazzarburuc“ zum ersten mal in einer Urkunde genannt. Damals noch auf einer Insel gelegen, werden Friedhof, Kirche und Schloss mit Turm und Mauern befestigt. Dieser Wehrcharakter ist bis heute erhalten. Hierher fliehen 925 die St. Galler Mönche, als die Reiterheere der Ungarn das Land verwüsten. Als Lehensträger des Klosters St. Gallen agieren bis 1280 die Herren von Kisslegg und von 1280 bis 1374 die Schellenberger. Ihnen folgen für ein Jahrzehnt die Ebersberger. Dann kauft das mächtige Geschlecht der Grafen von Montfort zu Tettnang die Herrschaft Wasserburg.

Im Bauernkrieg vermittelt Graf Hugo zwischen dem Adel und den aufständischen Seebauern Oberschwabens.  Durch ungeheure Schulden dazu gezwungen, verkaufen die Montforter den Besitz 1592 an die Grafen Fugger von Kirchberg und Weißenhorn zu Babenhausen. Diese besitzen neben der Halsgerichtsbarkeit die Münzhoheit und prägen in Wasserburg eigenes Geld.

Festung Wasserburg 1358 / Bild: Fridolin Altweck

In ihre Regierungszeit fällt der Dreißigjährige Krieg mit seinen Schrecken: 1635/1636 rafft die Pest 615 Personen dahin. 1647 fallen die Schweden ein mit Brand und Mord. Der blühende Weinbau wird fast völlig vernichtet. Nach dem Krieg fordert der Hexenwahn zahlreiche Opfer.

Um 1720 wird der Wassergraben zwischen Insel und Festland zugeschüttet. Wasserburg ist zur Halbinsel geworden.

Halbinsel Wasserburg / Bild: Fridolin Altweck

1755 erfolgt wegen hoher Verschuldung der Verkauf um 300.000 Gulden an das Erzhaus Österreich. Die Napoleonischen Kriege bringen Not durch Rekrutierung und Einquartierung.

Napoleon schlägt 1803 Wasserburg zum Königsreich Bayern.

1817 erfolgt die Aufteilung Wasserburgs in vier selbstständige Einzelgemeinden: Mitten, Hege, Nonnenhorn und Bodolz.

Wasserburg am Bodensee / Bild: Fridolin Altweck

Am 1. Oktober 1899 hält der erste Eisenbahnzug der Bodenseegürtelbahn am Bahnhof „Mitten“.

Die Gemeinde Mitten nimmt 1926 den Namen Wasserburg an.

Bahnhof Wasserburg 1909 / Bild: Fridolin Altweck

1945 wird der Kreis Lindau und damit auch Wasserburg durch französische Truppen besetzt.

Der Gemeinde Wasserburg wird 1954 ein eigenes Wappen zuerkannt: es zeigt im oberen Teil den St. Galler Bären, im unteren auf blauem Grund ein Burg im Wasser.

Bis 1956 bleibt der Landkreis als „Kreispräsidium Lindau“ quasi ein selbstständiges Bundesland.

1971 schließt sich Wasserburg mit der Nachbargemeinde Hege und deren Ortsteilen, Hattnau, Selmnau und Hengnau zu einer Einheitsgemeinde zusammen.

1978 entsteht eine Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Nonnenhorn und Bodolz,
die aber nur bis … existiert.

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