heutiges Hotel und Restaurant
Der Bau der ersten „Wasserburg“ geht vermutlich auf die Mitte des 8. Jahrhunderts durch das Kloster Sankt Gallen zurück. Die Nordostecke, mit Buckelquadern aus Nagelfluh und Findlingen aus Urgestein ist der älteste erhaltene Teil. Er weist Mauerstärken von 2,2 bis 3 Metern auf. Die Ruine wurde als Basis beim Bau des Schlosses benutzt und somit in dessen Mauern einbezogen. 1358 wurde die Anlage durch den Städtebund zerstört und zwischen 1538 und 1555 als Dreiflügelschloss wieder aufgebaut. Davor überragte ein Rundturm das heutige Treppenhaus mit Wendeltreppe.
Seit 1812 ist das Schloss in Privatbesitz und dient heute als Hotel und Restaurant.
Die Kelter an der Nordseite enthielt bis 1930 noch Presse und Spindel; heute beherbergt das Haus ein deutsch-französisches Schülerheim. Früher nannte man diese Kelter „Torkel“.
Das Schloss war als „Burg im Wasser“ bis 1720 durch eine Zugbrücke mit dem Land verbunden. Die Wasserburger Fugger ließen die Zugbrücke nicht mehr reparieren und den Graben zuschütten, wodurch Wasserburg keine Insel mehr war.
